Erschienen am 16.11.2009
Hof – “Wir freuen uns, dass ein in Hof ansässiges Unternehmen mit der LED-Technologie im internationalen Wettbewerb für die Straßenbeleuchtung der Zukunft mit dabei ist”, hat Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner jüngst beim Pressegespräch in seinem Amtszimmer festgestellt. Noch erfreuter zeigte er sich, als er vom Geschäftsführer der Firma “Delsana Lichttechnik”, Bernd Lippert, erfuhr, dass Hof die erste Stadt in Bayern sei, die schon einen ganzen Straßenzug mit dieser modernen und energiesparenden Beleuchtungstechnik umgerüstet hat.
Vorausgegangen war ein Beschluss des Stadtrates in nicht öffentlicher Sitzung, eine Hofer Firma für das Testobjekt (Kostenpunkt 19 000 Euro) zu beauftragen. Zusammen mit der Hof Energie + Wasser (HEW) wurden in der Wunsiedler Straße zum Alsenberger Durchlass 13 dieser LED-Leuchten auf die vorhandenen Peitschenmasten montiert.
Lipperts Worten zufolge erreichen die LED eine Lebensdauer von weit mehr als 60 000 Betriebsstunden. Außerdem lägen die Wartungskosten unter denen der bisher eingesetzten Leuchten. Trotz einer geringeren Anschlussleistung von 400 Watt (bisher 1200 Watt) seien die Straßen heller. Und: Die neuen Leuchten sind umweltverträglicher, weil die Schwermetallbelastung wegfalle. Die noch eingesetzten Quecksilberdampf-Entladungslampen müssten bekanntlich speziell entsorgt werden. Ein weiterer Vorteil, so Lippert weiter, sei eine geringere CO2-Belastung. Am Testobjekt Alsenberg betrage die Einsparung immerhin drei Tonnen pro Jahr.
Mit den LED gehe auch eine höhere Sicherheit auf den Straßen einher, weil es zu geringerer Schattenbildung zwischen den Leuchten komme und Laternenparker weithin sichtbar seien. Dies könne womöglich auch Autodiebe abschrecken. Eine von der Firma berechnete Ausleuchtung am Alsenberg ergab eine Verbesserung um 25 Prozent. In den sogenannten Lichtübergängen konnte sogar die Helligkeit verdoppelt werden.
Gerhard Müller vom Sachgebiet Straßenbau und Verkehr, bemerkte, dass die Installation der neuen Lichttechnik zwar etwas teurer sei, doch auf Grund des weit geringeren Strombedarfs und niedriger Wartung hätten sich die Kosten im Zeitraum zwischen vier und sieben Jahren amortisiert. Eine Entscheidung, auch in anderen Straßen die bisherigen Leuchten durch LED zu ersetzen, liege noch in der Zukunft. Wenn sich das Pilotprojekt bewährt habe, werde man weitersehen – zumal ab 2015 keine Quecksilberdampf-Lampen mehr verwendet werden dürfen.
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